Mittwoch, 30. Mai 2012

Frozen Yogurt



... besser als jedes Eis und jeder Coffee2go. Und mit einer netten Person schmeckt's gleich viel besser!

Dienstag, 29. Mai 2012


Mittwoch, 23. Mai 2012

Deine Maske

Er sieht mich erwartungsvoll an. Ich verstehe diesen Blick, und tue, was von mir erfordert wird: Ich lache. Ich lache, obwohl mir der Scherz nicht gefallen hat, den Humor nicht verstehe, und sogar obwohl mir sowieso gar nicht zum Lachen zu Mute ist. Als ich aufhöre, schenke ich ihm noch mein schönstes Lächeln, allerdings fühlt es sich seltsam an- als ob mein Mund viel zu klein wäre, um meine weißen Zähne zu zeigen.
Ich realisiere etwas zu spät, dass sich mein Lachen falsch und gekünstelt angehört hat. Doch sein selbstgefälliger Blick zeigt mir, dass es ihm nicht aufgefallen ist.. 'Er kennt mich einfach nicht gut genug, um feststellen zu können, was echt und was gespielt ist.', schießt es mir durch den Kopf. Dabei kennen wir uns schon seit drei verdammten Jahren, aber er weiß nichts. Er interessiert sich nicht für mich. In mir verwandelt sich mein üblicher Frust, gemischt mit Kummer, zu Wut. Ich schaue in seine grauen Augen, die dem von Wolken bedeckten Himmel gleichen, und halte inne. Stoppe die nicht ausgesprochenen Vorwürfe in meinen Gedanken. Wie könnte er mein Missgefallen am Witz denn auch bemerken, wie kann er merken, dass es mir schrecklich geht? Wenn ich die ganze Zeit nur spiele, und tue, es ob...?
Mir stehen aber nicht viele anderen Möglichkeiten zur Auswahl. Schütte ich ihm meine ganze Seele aus, wäre das nervig, theatralisch, runterziehend. Und es wäre, nein, es ist zu spät.
Aber ich möchte genauso wenig ständig eine falsche, lächelnde Maske mit mir rumtragen, denn sie fühlt sich so unheimlich schwer an. Mir wird klar, dass ich sie schon seit einiger Zeit anhabe- so lange schon, dass ich langsam vergesse, wie mein wahres Gesicht aussieht. Mein Gesicht ohne Maske, mein Gesicht ohne Make-up. Ich weiß von Zeit zu Zeit immer weniger, wer ich überhaupt bin.
Mein Lächeln erstirbt und ich blicke auf.


Kein Mensch kann über einen längeren Zeitraum ein Gesicht
für sich selbst tragen und eins für die anderen, ohne im Endeffekt verwirrt zu sein, welches das echte sein mag."
-Nathanial Hawthorne

.....
Und jetzt noch ein Abschlusswort von mir: Der Text oben handelt nicht etwa von einem Moment, den ich genau so erlebt habe. Höchstens nur ein ganz kleines bisschen, aber es beschreibt eher eine fiktive Person. Ich hoffe dennoch, dass es euch gefallen hat.



Samstag, 12. Mai 2012

Im Leben eines Fremden stöbern.



 Schon seit einiger Zeit wollte ich Fotos in einem verlassenen Haus machen, hatte aber keins gefunden. Neulich hab ich bemerkt, dass sich eins die ganze Zeit vor meiner Nase befand. Auf dem Weg zu meiner alten Schule bin ich bestimmt 4 Jahre lang jeden Tag daran vorbei gelaufen und hab mich immer gewundert, warum es so heruntergekommen aussieht. Letzte Woche hab ich mir das Gebäude mal näher angesehen und bemerkt, dass es offen und verlassen ist. Es war total interessant, in den alten Sachen zu stöbern- leider war der liebe Hausbesitzer aber ein eher uninteressanter Gärtner, der bloß haufenweise Blumenbücher rumliegen hatte. Ein paar gute Fotos im analogen Stil sind aber trotzdem rausgekommen, ich hoffe sie gefallen euch! :)